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Die 10 größten Anfängerfehler beim Gitarre lernen (und wie du sie vermeidest)

  • Autorenbild: Micha Hetmann
    Micha Hetmann
  • 20. Nov. 2025
  • 6 Min. Lesezeit
E-Gitarre vor Holz-Hintergrund mit weißem Text ‚Die 10 größten Anfängerfehler‘ – quadratisches Titelbild für Gitarren-Blogartikel.

Die meisten Anfänger scheitern nicht an mangelndem Talent, sondern an einigen typischen Anfängerfehlern, die sich zum Glück leicht vermeiden lassen.

Die gute Nachricht: Wenn du übst, wirst du besser.

Dafür brauchst du weder spezielle Gene noch ein “Musikgehör”. Alles was du brauchst, ist regelmäßige Übung, richtige Technik und passende Songs.


In diesem Artikel erfährst du:

  • die 10 größten Anfängerfehler beim Gitarre lernen

  • wie du sie vermeiden kannst, und

  • wie du schneller und motivierter Fortschritte machst.


Viel Spaß beim Lesen!


1. Unregelmäßig üben – der größte Fortschritts-Killer


Akustikgitarre mit Timer auf 10 Minuten und Übeplan – visualisiert, wie regelmäßiges tägliches Üben Anfängerfehler vermeidet.
Ein 10-Minuten-Übeplan hilft Gitarrenanfängern, regelmäßig zu üben und schneller Fortschritte zu machen.

Warum regelmäßiges Üben so wichtig ist

  • Der wichtigste Punkt beim Gitarre lernen als Anfänger: Wenn du nicht übst, wirst du auch nicht besser

  • So lange du regelmäßig übst, kannst du auf der Gitarre nicht schlechter werden. Du kannst höchstens auf einem Level stehen bleiben.


Wie viel Üben wirklich nötig ist

  • Regelmäßiges, kurzes & konzentriertes Üben schlägt jede lange Session.

  • Schon 5–10 Minuten täglich sind effektiver als eine Stunde am Wochenende.

  • Beim Gitarrespielen ist Wiederholung entscheidend, nicht die Länge der Übungseinheit.


Der 10-Minuten-Plan für schnelle Fortschritte

  • 1–2 Min: Warm-up

  • 3–5 Min: Eine Technik

  • 6–8 Min: Kleiner Songteil

  • 9–10 Min: Wiederholen & kurz reflektieren


Lesetipp: Wenn du dich fragst: „Wie übe ich richtig Gitarre?“, interessiert dich vielleicht mein Artikel: 👉 Gitarre üben: Wie oft, wie lange & wie effektiv?


2. Zu schnell spielen – und sich Fehler eintrainieren


Gitarrist spielt neben einem Metronom auf 140 BPM – symbolisiert den Anfängerfehler, zu schnell zu üben und sich dadurch Fehler einzuprägen.
Zu schnell zu spielen ist einer der größten Fortschritts-Killer – sauberes Üben beginnt immer im Schneckentempo.

Zu schnell spielen, bevor du bereit bist

Falls du dich auch manchmal fragst, warum du auf der Gitarre nicht weiter kommst:


  • In den meisten Fällen liegt das an zu schnellem Spielen – ein klassischer Anfängerfehler beim Gitarre lernen

  • Man versucht, ein Lied sofort im Originaltempo zu spielen.

  • Das Ergebnis: Man übt sich bleibende Fehler ein.

 

Warum „Schneckentempo“ deine neue Superkraft wird

  • Spiele eine Passage im Schneckentempo, bis du sie fehlerfrei beherrschst.

  • Erst dann das Tempo schrittweise erhöhen

  • Deine Finger brauchen Zeit, um Bewegungen zu verinnerlichen: Das erreichst du nur durch saubere, langsame Wiederholung.

 

Merke: Wer sich die Zeit nimmt, sauberes Spielen an der Gitarre zu lernen, wird in weiterer Folge auch schnell spielen können!


3. Zu schwere Songs – größte Frustquelle für Anfänger


Gitarrenanfänger mit Akustikgitarre wirkt frustriert beim Blick auf schwieriges Songmaterial – typischer Fehler: Songs wählen, die zu schwer sind.
Zu schwere Songs sind eine häufige Frustquelle für Anfänger – die richtige Songauswahl ist entscheidend für Motivation und Fortschritt.

Warum viele Songs schwerer sind, als sie klingen

Als Anfänger ist es unmöglich einzuschätzen, welche Songs auf dem eigenen Level liegen.

Songs von Ed Sheeran, Nirvana, Metallica oder John Mayer wirken oft einfach – sind es aber nicht, weil:

  • das Tempo schneller ist als es wirkt

  • die Rhythmik komplex ist

  • Techniken enthalten sind, die Anfänger noch nicht kennen


Warum ein Lehrer die richtigen Songs auswählt

Nur ein erfahrener Lehrer kann genau beurteilen, ob du gerade RhythmusAkkordwechselPicking oder Techniktraining brauchst:

  • Ein guter Gitarrenlehrer wählt die für dich passenden Songs aus, die weder zu einfach noch zu schwer sind.

  • Zu schwere Songs überfordern und frustrieren dich.

  • Zu leichte Songs langweilen dich schnell und nehmen dir dadurch ebenfalls die Motivation.


4. Falsche Technik – der unsichtbare Fortschritts-Blocker


Gitarrist greift einen Akkord mit ungünstiger Handhaltung – zeigt den typischen Anfängerfehler, mit falscher Technik zu spielen.
Fehlerhafter Barré: Finger nicht gerade und zu hoch angesetzt – dadurch klingen die unteren Saiten nicht sauber und es entstehen Plopp-Geräusche.

Warum falsche Technik so tückisch ist

Du übst schon lange Gitarre, aber machst keine Fortschritte? Einer der größten Anfängerfehler ist, monatelang oder sogar jahrelang mit einer falschen Grundtechnik zu üben. 

 

Das Problem: Du merkst es lange nicht, bis du an einem Punkt einfach nicht mehr weiterkommst. Dann hat sich die schlechte Technik schon eingebrannt und ist schwer wieder zu korrigieren.


Grundtechniken, die jeder Anfänger braucht

Je nach Stilrichtung brauchst du unterschiedliche Skills:

  • Akustik: lockeres Strumming

  • E-Gitarre: Alternate Picking

  • Blues: Bending & Vibrato

  • Rock/Metal: Palm Muting

  • Fingerstyle: Daumen-/Fingerunabhängigkeit


Warum YouTube hier nicht hilft

YouTube sieht nicht, was du tust.

Ein Lehrer schon – und korrigiert Technikfehler sofort, bevor sie sich einbrennen.


Tipp: Wenn du von Anfang an richtig mit dem Gitarre lernen startest, sparst du dir später viel Zeit und Frust. In meinem Gitarrenunterricht in Wien helfe ich dir, genau diesen Weg zu gehen. 👉 Sichere dir hier deine unverbindliche Probestunde


5. Zu viel oder zu wenig Druck – der häufigste Soundfehler


Hand greift eine E-Gitarre mit korrektem Fingerdruck, rote Pfeile markieren den Druckpunkt und eine Druckanzeige zeigt die benötigte Kraft.
Der richtige Fingerdruck: Zu viel oder zu wenig Kraft führt zu unsauberem Klang.

Zu viel Druck führt zu:

  • schiefer Intonation (Töne klingen zu hoch)

  • ungewolltem Bending der Saite

  • verkrampfter Hand


Zu wenig Druck führt zu:

  • Schnarren

  • „Plopp“-Geräuschen

  • Unsauberen, wackeligen Tönen


So findest du den perfekten Druckpunkt

Drücke so leicht wie möglich, bis die Saite gerade nicht mehr schnarrt.

Das ist der ideale Druck. Mehr Kraft macht den Ton nicht besser – nur härter und unkontrollierter.


6. Strumming unterschätzen – Rhythmus = 80 % des Songs


Gitarrist schlägt mit dem Plektrum locker über die Saiten einer Akustikgitarre – zeigt den Anfängerfehler, Strumming und Rhythmus zu unterschätzen.
Gutes Strumming macht 80 % des Songfeelings aus – Rhythmus ist wichtiger als virtuose Gitarrensolos.

Guter Rhythmus macht 80 % des Songfeelings aus

Strumming ist einer der am meisten unterschätzten Bereiche überhaupt. Selbst fortgeschrittene Gitarristen haben oft keinen sauberen Rhythmus.

 

7 Dinge, die Anfänger für gutes Strumming brauchen

  1. Lockeres Handgelenk

  2. Gleichmäßige Down-Up-Bewegungen

  3. Deadnotes

  4. Dynamik

  5. Timing & Üben mit Metronom

  6. Den berühmten „Leersaiten-Upstroke

  7. Saubere Akkordwechsel

 

Wenn du tiefer in das Thema einsteigen willst, lies gern meinen Artikel: 👉 Strumming-Muster für Anfänger – 5 einfache Schlagrhythmen


7. Verstimmt üben – schädigt dein Gehör mehr als du denkst


Nahaufnahme einer Gitarrenmechanik mit Clip-Tuner, der rot ‚WRONG‘ anzeigt – verdeutlicht den Anfängerfehler, mit verstimmter Gitarre zu üben.
Mit verstimmter Gitarre zu üben schult dein Gehör falsch – richtiges Stimmen vor jeder Session ist Pflicht.

Warum eine verstimmte Gitarre dein Gehör schädigt

Das ist ein Anfängerfehler, der leider sehr viel Schaden anrichtet: Wenn du mit einer verstimmten Gitarre spielst, trainierst du dein Gehör auf die falsche Tonhöhe. Das zu korrigieren dauert sehr lange!

 

Wie oft du deine Gitarre wirklich stimmen solltest

  • Stimme ausnahmslos vor jedem Üben

  • Wenn du 2× am Tag übst, dann auch 2× stimmen

  • Nach langen Sessions (>30 Min.) ebenfalls stimmen

  • Ein guter Clip-On-Tuner ist Pflicht beim Gitarre Üben

 

In meinen Artikel 👉 Gitarre stimmen für Anfänger – Schritt-für-Schritt Anleitung erfährst du, warum das Üben mit einer richtig gestimmten Gitarre Gold wert ist – sowohl für dein Gehör als auch für deine Motivation. Schau mal rein!


8. Schlechte Haltung – Ursache für Schmerzen & unsauberes Spiel


Gitarrist sitzt mit stark gekrümmter Haltung und abgeknicktem Handgelenk an der Akustikgitarre, rotes X markiert die falsche Spielposition vor warmgrauem Hintergrund.
Falsche Haltung: Zu tief sitzende Gitarre, abgeknicktes Handgelenk und verspannte Körperhaltung führen zu Schmerzen und unsauberem Spiel.

Die 4 häufigsten Haltungsfehler, die zu Schmerzen beim Gitarre spielen führen

Viele Anfänger sitzen mit der Gitarre zu tief oder schauen ständig nach unten – das führt zu:


  • eingeknicktem Handgelenk

  • Schmerzen

  • Nackenverspannungen

  • fehlender Bewegungsfreiheit

 

Die wichtigsten Tools für eine entspannte, ergonomische Spielhaltung

Wenn du auf eine gute Haltung achtest, spielst du automatisch besser:


  • Nutze eine Fußbank für entspanntes Spielen

  • Verwende ein Notenpult, nicht einfach nur Zettel am Tisch

  • Richte dir eine kleine Übeecke ein, in der alles griffbereit ist: Plektren, Stimmgerät, Verstärker, etc.

  • Wechsle zwischen moderner Haltung, klassischer Haltung und Spielen im Stehen


9. Zu viele YouTube-Tutorials – warum Anfänger schnell verwirrt sind


Gitarrist mit E-Gitarre sitzt vor einem Laptop mit YouTube-Tutorial und wirkt konzentriert – zeigt den Anfängerfehler, sich ausschließlich auf Videos statt auf strukturierte Anleitung zu verlassen.
Zu viele YouTube-Tutorials sorgen schnell für Überforderung – ohne Struktur und Feedback lernt man nur oberflächlich.

Das Problem mit dem YouTube-Lernen, über das niemand spricht

Viele Tutorial-Ersteller sind keine ausgebildeten Lehrer und zeigen dir:


  • falsche Akkorde

  • falsche Strumming-Muster

  • ungenaue Pickings

  • unkorrekte Techniken

 

Warum Anfänger mit YouTube schnell überfordert sind

  • Gerade Anfänger tun sich schwer, gute von schlechten Tutorials zu unterscheiden.

  • Weiterer gigantischer Nachteil: Input-Overload.

  • Man lernt alles ein bisschen, aber nichts richtig.

  • All das geht zulasten deines Lernfortschritts & deiner Motivation.

 

Warum persönliches Feedback deinen Fortschritt dramatisch beschleunigt


YouTube-Tutorials können zwar interessant sein zum Anschauen auf dem Smartphone für zwischendurch. Jedoch ersetzen sie keinesfalls individuellen Gitarrenunterricht! Nur beim ausgebildeten Gitarrenlehrer im Einzelunterricht bekommst du


  • Eine sinnvolle Lernstruktur

  • Feedback zu Technik & Rhythmusgefühl

  • Hochwertiges, zu 100 % korrektes Übematerial


10. Schlechte oder falsch eingestellte Gitarre – der versteckte Feind


Nahaufnahme einer E-Gitarre mit stark abgenutztem Griffbrett, ungleichmäßig wirkenden Bünden und alten, oxidierten Saiten – zeigt den Anfängerfehler, mit schlecht eingestelltem Instrument zu spielen.
Abgenutzte Bünde, alte Saiten und eine schlecht eingestellte Elektrik machen das Spielen unnötig schwer – ein professionelles Setup bringt sofortige Erleichterung.

Warum Billiggitarren das Lernen extrem erschweren

Viele Einsteiger glauben, sie seien „zu schlecht“, weil sie nicht sauber genug spielen. Was viele nicht wissen: Oft liegt es gar nicht an einer unsauberen Technik, sondern an einer schlecht eingestellten Gitarre!

 

Typische Merkmale von schlecht eingestellte Gitarren:

  • Zu hohe Saitenlange

  • alte, rostige Saiten

  • scharfe Bünde

  • verzogener Hals

  • schlechter Klang durch schlechte Qualität der Materialien

 

Was ein professionelles Gitarren-Set-Up an Klang & Spielgefühl verändert

  • Ein professionelles Gitarren-Setup macht einen enormen Unterschied für Spielgefühl und Motivation

  • Lass deine Gitarre 1× pro Jahr von einem Profi einstellen.

  • Sie spielt sich danach leichter, klingt besser und motiviert dich mehr.

 

Tipp: In meinem 👉 Gitarrenunterricht in Wien ist ein kostenloser Set-Up für meine Schüler inkludiert.


Bonustipp: Der größte Fehler – zu früh aufgeben


Warum Fortschritt auf der Gitarre immer in kleinen Schritten kommt

  • Gitarre spielen lernt man nicht von heute auf morgen.

  • Trotzdem glauben viele Anfänger, sie müssten schneller Fortschritte machen und geben zu früh auf.

  • Die Wahrheit ist: Gitarre ist ein Langzeitprojekt, mit vielen Ups & Downs (völlig normal).

  • Wenn du regelmäßig & konzentriert übst, ist das ist deine beste Fortschrittsgarantie.

 

Wie du langfristig motiviert bleibst, auch wenn es mal stockt

  • Spiele Songs, die du liebst

  • Spaß ist wichtiger als Perfektion

  • Feiere kleine Fortschritte

  • Und vergiss nicht: Jeder war mal Anfänger!


Fazit: Anfängerfehler vermeiden – mit 6 einfachen Grundsätzen


Die typischen Anfängerfehler beim Gitarre Üben sind leicht vermeidbar, wenn du:

  1. regelmäßig übst

  2. langsam & sauber spielst

  3. die richtigen Songs wählst

  4. eine gute Grundtechnik aufbaust

  5. ein gut eingestelltes Instrument hast

  6. und Spaß am Spielen behältst

 

Wenn du Gitarre in Wien lernen möchtest und dir eine strukturierte, motivierende Begleitung wünschst, 👉 kannst du dir hier deine unverbindliche Probestunde sichern.


Gitarrenlehrer Wien Micha Hetmann vor seinem Studio in 1030 Wien

Gemeinsam sorgen wir dafür, dass du Fortschritte machst – mit Technik, Rhythmus, Songs, die du liebst, und viel Freude am Spielen.


Micha Hetmann

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