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Finger Schmerzen beim Gitarre lernen – ist das normal?

  • Autorenbild: Micha Hetmann
    Micha Hetmann
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag

Fingerkuppen drücken auf Gitarrensaiten beim Gitarre lernen – typische Schmerzen bei Anfängern

Wenn dir beim Gitarre lernen die Finger weh tun, ist das völlig normal. Fast alle Gitarren-Anfänger bekommen in den ersten Wochen empfindliche Fingerkuppen.

Die gute Nachricht: Der Schmerz ist vorübergehend und verschwindet von selbst.


Warum schmerzen die Finger beim Gitarre lernen?


Ungewohnter Druck auf die Fingerkuppen

Beim Gitarre spielen drücken die Saiten punktuell auf ungeübte Fingerkuppen.

Gleichzeitig müssen deine Finger Kraft aufbringen und präzise greifen – eine Kombination, die dein Körper erst lernen muss.


Der Körper passt sich an

Anfangs reagieren die Finger empfindlich. Mit regelmäßigem Spielen bildet sich jedoch Hornhaut, die deine Finger schützt. Genau deshalb lassen die Schmerzen mit der Zeit deutlich nach und verschwinden irgendwann komplett.


Nahaufnahme von Fingerkuppen mit leichter Hornhaut beim Greifen von Gitarrensaiten
Mit regelmäßigem Spielen bildet sich schützende Hornhaut – dadurch verschwinden die Schmerzen ganz von selbst.

Ist das bei Gitarren-Anfängern normal?


Diese Schmerzen sind okay

Ein dumpfer Druckschmerz an den Fingerkuppen ist beim Gitarre lernen ganz normal, besonders in den ersten Wochen.


Wann du pausieren solltest

  • Stechender Schmerz

  • Brennen

  • Taubheit oder Schmerzen in Gelenken


Das sind keine guten Zeichen. In diesem Fall solltest du eine Pause machen und deine Technik überprüfen.


Wie lange tun die Finger weh?


Typischer Zeitrahmen

  • Woche 1–2: deutliche Empfindlichkeit, auch bei kurzen Übe-Sessions

  • Woche 3–4: spürbare Verbesserung, 20-Minuten-Sessions klappen schon relativ schmerzfrei

  • nach 4–6 Wochen: kaum noch Schmerzen, auch längere Übe-Sessions >30 Minuten problemlos möglich


Warum kurze Übezeiten besser sind

Tägliche Einheiten von 10–20 Minuten sind effektiver als seltene, lange Sessions. So gewöhnen sich deine Finger schneller an die Belastung.


Lesetipp:

Wenn du wissen willst, wie oft & wie lange du wirklich Gitarre üben solltest, um deine Ziele zu erreichen, lies auch meinen Artikel: Gitarre üben: Wie oft, wie lange & wie effektiv?


Warum haben manche schneller Schmerzen?


Das beeinflusst das Schmerzempfinden beim Gitarre lernen

Nicht jeder reagiert gleich. Eine Rolle spielen unter anderem:

  • Hauttyp und Fingerkraft

  • Spieltechnik

  • Saitenstärke und Saitenmaterial

  • Einstellung der Gitarre


Vergleiche mit anderen sind fehl am Platz. Beim Gitarre lernen gibt es kein „richtiges Tempo“. Du lernst für dich – in deinem eigenen Lerntempo.


Macht der Gitarrentyp einen Unterschied?


Vergleich von Konzertgitarre mit Nylonsaiten und Westerngitarre mit Stahlsaiten nebeneinander

E-Gitarre & Akustikgitarre (Stahlsaiten)

  • Saiten haben mehr Spannung

  • mehr Druck nötig

  • am Anfang schmerzhafter


Konzertgitarre (Nylonsaiten)

  • weicher für die Finger

  • oft angenehmer für Anfänger

  • Schmerzen meist geringer


Lesetipp:

In meinem Artikel E-Gitarre vs Akustikgitarre – was ist besser für Anfänger? findest du noch einige wertvolle Tipps, wie du dich als Anfänger für die passende Gitarre entscheidest. Rein schauen lohnt sich!


Können Saiten und Setup Schmerzen verstärken?


Häufige Anfängerfehler

Oft liegen die Probleme nicht an den Fingern, sondern am Instrument:

  • zu hohe Saitenlage

  • zu dicke oder alte Saiten

  • schlecht eingestellte Gitarre

  • zu viel Kraft beim Greifen


Eine gut eingestellte Gitarre macht das Lernen deutlich angenehmer.


Lesetipp:

Wenn du dir Zeit sparen willst und typische Anfängerfehler beim Gitarre üben konsequent vermeiden willst, ist mein Artikel Die 10 größten Anfängerfehler beim Gitarre lernen (und wie du sie vermeidest) vielleicht für dich interessant. Schau mal rein!


Weiterüben trotz Schmerzen?


Ja – aber mit Gefühl

Beim Gitarre lernen gilt:

  • lieber regelmäßig und kurz üben

  • sofort pausieren, wenn es unangenehm wird

  • technisch sauber greifen statt verkrampft drücken


Mehr Kraft kommt mit der Zeit – du brauchst einfach nur Geduld zu haben.


Fingerkraft aufbauen ohne Frust


Entspannte Hand greift einen Akkord auf dem Griffbrett einer Akustikgitarre
Greife locker statt mit Kraft: Eine entspannte Handhaltung schont die Finger und macht das Spielen deutlich angenehmer.

Technik schlägt Kraft

Alles was du brauchst ist:

  • Saubere Fingerpositionen

  • Hände zwischendurch entspannen/ausschütteln

  • locker greifen

  • Handgelenk nicht übermäßig abknicken oder überstrecken


Die Fingerkraft entwickelt sich automatisch durch korrektes Spielen.


Tipp:

In meinem Gitarrenunterricht in Wien zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du von Anfang an eine saubere Greiftechnik anwendest, sodass du nicht nur gut klingst, sondern auch langfristig Freude am Spielen hast.


Kinder und Erwachsene im Vergleich


Kinder

Kinder haben weichere Fingerkuppen und weniger Kraft.

Kurze, spielerische Einheiten sind ideal.


Erwachsene

Erwachsene brauchen manchmal etwas länger.

Sie profitieren aber von besserer Koordination und Geduld.


Wann solltest du genauer hinschauen?


  • Wenn die Finger auch nach mehreren Wochen stark schmerzen

  • Taubheit entsteht

  • Handgelenk und Unterarm tun weh


Bei diesen Problemen liegt es meist an einer falschen Technik. Suche dir in diesem Fall Unterstützung von einem professionellen Gitarrenlehrer – dieser kann dir in kurzer Zeit zeigen, wie du deine Schmerzen mit richtiger Technik los wirst.


Fazit: Schmerzen gehören dazu – aber nur kurz


Finger-Schmerzen beim Gitarre lernen sind normal und kein Grund aufzugeben. Da mussten selbst die berühmtesten Gitarren-Legenden durch!

Mit der richtigen Technik, passenden Saiten und sinnvoller Übestruktur verschwinden sie von selbst.


Möchtest du von Anfang an schmerzfrei und effizient Gitarre lernen?


Porträt von Micha Hetmann, professioneller Gitarrenlehrer in Wien

In meinem Gitarrenunterricht in Wien zeige ich dir, wie du typische Anfängerfehler vermeidest und dauerhaft Freude am Spielen hast.


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