Metal-Gitarre lernen: 7 wichtige Techniken ⭐
- Micha Hetmann
- vor 5 Tagen
- 3 Min. Lesezeit

Metal-Gitarre fasziniert viele Gitarristen durch schnelle Riffs, kraftvolle Sounds und beeindruckende Soli. Gleichzeitig glauben viele Anfänger, dass Metal nur etwas für fortgeschrittene Spieler ist.
Was viele nicht wissen: Für die ersten Metal-Songs brauchst du keine extremen Fähigkeiten. Mit einigen grundlegenden Techniken kannst du schon sehr früh typische Metal-Riffs spielen.
In diesem Artikel erfährst du:
welche Techniken für Metal wirklich wichtig sind,
womit du als Anfänger beginnen solltest,
und wie du Schritt für Schritt zum besseren Metal-Gitarristen wirst.
1. Powerchords – die Grundlage fast aller Metal-Riffs
Warum kein Metal-Gitarrist auf Powerchords verzichten kann
Powerchords sind:
einfach zu greifen
leicht über das Griffbrett verschiebbar
perfekt für verzerrte Sounds
die Basis zahlloser Metal-Riffs
Von klassischen Heavy-Metal-Bands bis hin zu modernem Metal bilden Powerchords das Fundament der Rhythmusgitarre.
Tipp: In meinem Artikel Powerchords lernen auf der Gitarre – mit einfachen Songs erfährst du alle Grundlagen über Powerchords beim Gitarre spielen.
2. Palm Muting – der Schlüssel zu einem kraftvollen Sound

So bekommen Metal-Riffs ihre Energie
Palm Muting bedeutet, die Saiten leicht mit der Schlaghand abzudämpfen.
Dadurch klingen Riffs:
präziser
aggressiver
rhythmischer
deutlich kraftvoller
Ohne Palm Muting fehlt vielen Metal-Riffs der typische Attack und die Dynamik.
3. Muting – sauberes Abdämpfen aller Saiten
Warum Nebengeräusche im Metal sofort auffallen
Metal wird meist mit viel Verzerrung gespielt. Dadurch werden ungewollte Nebengeräusche sofort hörbar.
Deshalb gehört sauberes Abdämpfen zu den wichtigsten Fähigkeiten eines Metal-Gitarristen.
Gute Spieler kontrollieren ständig:
die gerade gespielten Töne
benachbarte Saiten
nachklingende Töne
Ein sauber gespieltes, einfaches Riff klingt deutlich professioneller als ein schnelles, kompliziertes Riff voller Nebengeräusche.
Tipp: Beim E-Gitarre Spielen im Metal, aber auch in allen anderen Genres, ist sauberes Abdämpfen Pflicht. Weitere Tipps für deinen perfekten Sound auf der Metal-Gitarre findest du in meinem Artikel „Die 10 häufigsten Fehler beim E-Gitarre lernen (und wie du sie vermeidest)“. Schau unbedingt rein!
4. Alternate Picking – die Basis für schnelle Riffs

Mehr Geschwindigkeit mit weniger Kraft
Beim Alternate Picking wechselst du konsequent zwischen Auf- und Abschlägen.
Vorteile:
höhere Geschwindigkeit
weniger Ermüdung
besseres Timing
gleichmäßigerer Anschlag
Fast alle modernen Metal-Stile bauen darauf auf.
Tipp: In meinem E-Gitarrenunterricht in Wien übe ich mit meinen Schülern das Alternate Picking von Anfang an als unverzichtbare Basistechnik. Erfahre hier mehr über meinen Unterricht!
5. Slides und Bendings – mehr Ausdruck in deinen Riffs und Soli
So bringst du mehr Leben in dein Spiel
Beim Slide gleitet ein Finger über das Griffbrett, ohne den Kontakt zur Saite zu verlieren. Dadurch entstehen flüssige und dynamische Übergänge.
Bendings bedeuten, eine Saite kontrolliert nach oben oder unten zu ziehen, sodass sich die Tonhöhe verändert. Diese Technik wird vor allem in Soli eingesetzt, findet aber auch in vielen Riffs Verwendung.
Beide Techniken sorgen für:
mehr Ausdruck und Dynamik
flüssigere Melodien und Übergänge
den typischen Charakter vieler Rock- und Metal-Soli
ein deutlich lebendigeres Spiel
6. Hammer-ons und Pull-offs – mehr Geschwindigkeit mit weniger Aufwand
Die Basis vieler moderner Metal-Riffs und Soli
Hammer-ons und Pull-offs gehören zu den wichtigsten Legato-Techniken.
Vorteile:
flüssigere Läufe
weniger Anschläge notwendig
höhere Geschwindigkeit
geschmeidiger Klang
Sie kommen sowohl in Soli als auch in vielen modernen Metal-Riffs ständig zum Einsatz.
7. Gallops – der klassische Heavy-Metal-Rhythmus

Der Rhythmus hinter unzähligen Metal-Songs
Der Gallop-Rhythmus besteht aus:
lang – kurz – kurz
Er ist typisch für:
Heavy Metal
Speed Metal
Power Metal
Berühmte Bands wie Iron Maiden oder Metallica verwenden diesen Rhythmus regelmäßig.
Wer Metal-Gitarre lernen möchte, sollte Gallops unbedingt früh üben.
Bonus: Die richtige Verstärker-Einstellung beim Metal-Gitarre üben
Weniger Gain, mehr Kontrolle
Viele Anfänger machen denselben Fehler: Sie drehen den Gain-Regler sofort voll auf, weil sie möglichst kraftvoll klingen möchten. Zu viel Verzerrung kaschiert aber keine technischen Fehler beim Spielen, sondern sie macht sie sogar deutlicher hörbar.
Zu viel Gain führt nämlich zu:
matschigem Sound
unkontrollierten Nebengeräuschen
unsauber klingenden Powerchords
schlechterer Artikulation bei schnellen Riffs
Gerade beim Üben ist deshalb etwas weniger Verzerrung oft die bessere Wahl.
Tipp: In meinem Artikel Gitarrenverstärker richtig einstellen findest du hilfreiche und leicht umsetzbare Tipps für deinen perfekten Sound beim E-Gitarre üben.
Fazit: Mit wenigen Techniken kannst du bereits richtig nach Metal klingen
Für die ersten Schritte im Metal brauchst du keine komplizierten Soli oder extreme Geschwindigkeiten.
Konzentriere dich zunächst auf das saubere und langsame Üben von:
Powerchords
Palm Muting bzw. Muting
Alternate Picking
Slides, Hammer-ons und Bendings
Gallop-Rhythmen
Mit diesen sieben Techniken kannst du bereits einen großen Teil klassischer und moderner Metal-Riffs spielen und Schritt für Schritt deinen eigenen Sound entwickeln.

Du möchtest Metal-Gitarre richtig lernen und die Songs deiner Lieblingsbands authentisch spielen?
In meinem E-Gitarrenunterricht in Wien zeige ich dir, wie du diese Techniken sauber aufbaust und Schritt für Schritt zum typischen Metal-Sound kommst – vom ersten Powerchord bis zu anspruchsvollen Riffs und Soli.
Micha Hetmann