Gitarre lernen für die Psyche: Warum Musik dir guttut


Gitarre spielen macht vor allem erstmal eine Menge Spaß. Aber wusstest du, dassGitarre lernen gleichzeitig auch deiner Psyche guttun kann? Regelmäßiges Musik machen hilft dir, den Kopf freizubekommen, Stress abzubauen und bewusster im Moment zu sein.
Dabei musst du weder besonders musikalisch sein noch bereits Gitarre spielen können. Gerade der Lernprozess selbst bietet viele Möglichkeiten, im Alltag einen Ausgleich zu finden.
In diesem Artikel erfährst du:
warum Gitarre spielen Stress reduzieren kann
wie Gitarre lernen die Konzentration fördert
warum Musik machen eine gute Auszeit vom Alltag ist
welchen Einfluss Gitarre spielen auf Motivation und Selbstvertrauen haben kann
und weshalb sich Gitarre lernen für Erwachsene besonders gut als neues Hobby eignet
Gitarre spielen als Ausgleich
Unser Alltag ist häufig von Terminen, Arbeit, Smartphone und ständig neuen Informationen geprägt. Beim Gitarre spielen passiert etwas ganz anderes – du musst dich auf das konzentrieren, was gerade vor dir liegt:
Welche Akkorde spiele ich?
Wie ist der Rhythmus?
Wo muss mein Finger hin?
Wann kommt der nächste Akkord?
Diese Konzentration kann dabei helfen, gedanklich Abstand vom Alltag zu gewinnen:
Schon eine kurze Übe-Einheit von 15 bis 20 Minuten kann deshalb eine bewusste Pause für deine Psyche sein.
Du bist für diese Zeit nicht bei der Arbeit, auf Social Media oder bei deiner To-do-Liste, sondern beschäftigst dich einfach nur mit Musik.
Stress abbauen durch Musik

Alle Musikbegeisterten unter uns wissen: Musik beeinflusst unsere Stimmung und Emotionen. Aktiv Musik zu machen ist eine effektive Möglichkeit, nach einem anstrengenden Tag herunterzufahren:
Um dich beim Gitarre spielen zu entspannen, geht es gar nicht darum, möglichst perfekt zu spielen.
Du kannst einfach ein paar bekannte Akkorde spielen, ein Picking-Muster wiederholen oder deinen Lieblingssong begleiten.
Gerade das Wiederholen einfacher Bewegungen und Akkordfolgen kann sich schon sehr beruhigend auswirken.
Spielen statt grübeln
Ein weiterer Vorteil: Beim Gitarre spielen hat dein Kopf etwas Konkretes zu tun.
Wenn du einen Akkordwechsel übst oder einen Rhythmus spielst, musst du deine Aufmerksamkeit auf die Musik richten.
Dadurch fällt es vielen leichter, für eine Weile Abstand von belastenden Gedanken oder Stress zu gewinnen, und deine Sorgen verpuffen sozusagen wie von selbst.
Als Hobby und Ausgleich im Alltag kann Musik daher eine wertvolle Rolle spielen.
Gitarre lernen fördert Konzentration & Feinmotorik
Beim Gitarre lernen bist du gleichzeitig körperlich und geistig aktiv, denn du musst:
Akkorde erkennen
Finger koordinieren
einen Rhythmus halten
deine Schlaghand kontrollieren
zuhören
neue Bewegungsabläufe speichern
Dabei musst du obendrein deine beiden Hände koordinieren. Das macht das Gitarre spielen lernen zu einer anspruchsvollen, aber gleichzeitig sehr abwechslungsreichen und motivierenden Beschäftigung. Hier bleibt dir also keine Zeit, um dich stressigen oder negativen Gedanken hinzugeben 😉
Kleine Erfolge motivieren
Ein besonders schöner Aspekt beim Gitarre lernen sind die vielen kleinen Erfolgserlebnisse:
Am Anfang gelingt vielleicht ein Akkord noch nicht sauber.
Dann klappt der Wechsel zwischen zwei Akkorden.
Kurz darauf kannst du einen einfachen Song begleiten.
Und irgendwann spielst du tatsächlich einen kompletten Song von Anfang bis Ende.
Diese Fortschritte können sehr motivierend sein und Lust auf mehr machen – mehr dazu findest du in meinem Artikel Motivation beim Gitarre lernen – so bleibst du dran.
Vom ersten Akkord zum ersten Song
Gerade für Anfänger ist es deshalb sinnvoll, nicht monatelang nur einzelne Übungen zu spielen:
Wenn du möglichst früh einen einfachen Song lernst, merkst du schon sehr bald: „Ich kann tatsächlich Gitarre spielen.“
Das macht das Üben deutlich motivierender und hilft dabei, langfristig am Instrument dranzubleiben.
Gitarre lernen stärkt das Selbstvertrauen

Beim Gitarre lernen als Anfänger ist Fortschritt nicht immer sofort sichtbar:
Vielleicht brauchst du zunächst zehn Versuche für einen Akkordwechsel. Einige Wochen später funktioniert derselbe Wechsel plötzlich automatisch.
Du lernst dadurch ganz nebenbei eine wichtige Lektion: Nicht alles muss sofort funktionieren, auch der Lernprozess an sich kann Spaß machen.** Übung macht den Meister!**
Gerade viele meiner erwachsenen Schüler, die mit dem Gitarre spielen beginnen, denken zunächst, dass ihnen musikalisches Talent fehlt. Du musst aber zum Gitarre lernen kein Naturtalent sein: Regelmäßiges Üben, Geduld und eine gute Lernstrategie sind wesentlich wichtiger.
Lesetipp: Mehr zum Thema findest du in diesem Artikel: Braucht man Talent um Gitarre zu lernen – schau mal rein!
Im Moment sein
Ein weiterer Grund, warum Gitarre spielen der Psyche guttun kann, ist die notwendige Aufmerksamkeit, die du dafür brauchst:
Wenn du einen Song lernst, musst du zuhören und gleichzeitig deine Bewegungen koordinieren.
Das kann sich ähnlich wie eine kleine mentale Auszeit anfühlen, oder wie einige meiner Schüler sagen „meditativ“.
Du bist nicht bei dem, was gestern passiert ist, und noch nicht bei dem, was morgen erledigt werden muss.
Du bist einfach bei deinem aktuellen Songabschnitt.
Musik ist emotional
Gitarre ist außerdem ein super Instrument, mit dem du deine Stimmung ausdrücken kannst:
Ein ruhiges Fingerpicking klingt naturgemäß völlig anders als ein aggressives Rock-Riff. Und ein langsamer Akkordwechsel erzeugt eine andere Atmosphäre als ein schneller Punk-Rhythmus.
Es geht also nicht darum, nur Songs nachzuspielen, sondern dich fragen zu können: Wie soll das eigentlich klingen und welche Art von Musik tut mir gerade gut?
Außerdem eignet sich die Gitarre wunderbar dafür, wenn du gerne singst und Gitarre und Gesang kombinieren möchtest. So kann man die eigenen Emotionen mit dem individuellen musikalischen Ausdruck kombinieren.
Gemeinsam macht es noch mehr Spaß

Gitarre muss außerdem kein Hobby sein, das du alleine ausübst:
Gemeinsames Musizieren mit Freunden, in einer Band oder im Gitarrenunterricht kann eine zusätzliche soziale Komponente schaffen.
Gerade wenn du Gitarre als Erwachsener lernen möchtest, kann ein gemeinsames musikalisches Umfeld dabei helfen, langfristig motiviert zu bleiben.
Lesetipp: Wenn du als erwachsener mit dem Gitarre lernen anfangen willst, interessiert dich vielleicht auch mein Artikel Gitarre lernen als Erwachsener.
Muss ich musikalisches Talent haben?
Nein! Das ist einer der größten Irrtümer beim Gitarre lernen, denn:
Rhythmusgefühl, Koordination und musikalisches Verständnis entwickeln sich mit der Zeit.
Natürlich haben manche Leute bestimmte Voraussetzungen, die ihnen vielleicht den Start erleichtern.
Gitarre spielen ist aber vor allem eine erlernbare Fähigkeit, die sich stetig weiterentwickelt und dadurch langfristig umso mehr Freude macht. Vorausgesetzt natürlich, du übst regelmäßig und bleibst dran!
Merke: Du musst nicht mit einem besonderen musikalischen Talent anfangen. Du musst nur anfangen.
Fazit: Gitarre spielen tut Kopf und Seele gut
Gitarre lernen ist weit mehr als das Erlernen eines Instruments.
Es kann ein kreativer Ausgleich zum Alltag sein, die Konzentration fördern, Erfolgserlebnisse schaffen und dir eine bewusste Auszeit ermöglichen.
Du brauchst dafür weder außergewöhnliches Talent noch stundenlange Übungseinheiten.
Ein paar regelmäßige Minuten mit deiner Gitarre können in deinem Alltag können einen großen Unterschied machen, was Entspannung, Kreativität und Lernfortschritt betrifft.
Und vielleicht ist genau das der größte Vorteil: Du lernst nicht nur Gitarre, sondern du schaffst dir gleichzeitig Zeit für etwas, das du nur für dich selbst machst und dir Spaß macht.
Lust, Gitarre zu lernen?

Wenn du Gitarre lernen möchtest und dabei von Anfang an mit den richtigen Übungen und deinen Lieblingssongs arbeiten willst, kannst du eine unverbindliche Probestunde in meinem Gitarrenunterricht in Wien vereinbaren.
Lass uns gemeinsam den Alltagsstress hinter uns lassen und einfach Musik machen. 🎸
Micha Hetmann


